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Die Bedeutung der Feuerlöscher ist mit ihrer stetigen Weiterentwicklung und Anpassung an die vielfältigen Bedürfnisse des vorbeugenden Brandschutzes ständig gewachsen. Die Volkswirtschaft kann heute auf diese Geräte nicht mehr verzichten, denn ein sehr hoher Prozentsatz aller Kleinbrände (Entstehungsbrände) wird mit dem Feuerlöscher erfolgreich abgelöscht.

Feuerlöscher nach DIN EN3 sind Löschgeräte deren Löschmittel durch Innendruck ausgestoßen und auf einem Brandherd gerichtet werden können. Dieser Innendruck kann durch einen zusammen mit dem Löschmittel gespeicherten Druck (Dauerdrucklöscher), oder bei Inbetriebsetzung durch das Freigeben eines Treibgases (Aufladelöscher) erreicht werden. Der Feuerlöscher darf im betriebsbereiten Zustand maximal 20 kg wiegen.

Ein Feuerlöscher muss in der Handhabung so einfach sein, dass auch in der Brandbekämpfung nicht geschulte Personen, nach lesen der Bedienungsanleitung, einen Entstehungsbrand wirkungsvoll bekämpfen können.

Jeder Feuerlöscher (eingesetzt im gewerblichen Bereich) muss regelmäßig alle zwei Jahre durch einen Kundendienst überprüft werden.Für den privaten Bereich gibt es nur die Empfehlung das man sie auch alle 2 Jahre prüfen lassen soll. Außerdem nach jedem Gebrauch, auch nach nur teilweiser Entleerung, und wenn der Löscher Beschädigungen, wie z.B. an Sicherung, Bauteile, Behälter aufweist. Dauerdrucklöscher (Billiglöscher) müssen, da sie ständig unter Druck stehen, zusätzlich alle zehn Jahre zum TÜV (Behälterdruckprüfung).

Ein Feuerlöscher wird nach dem Löschmittel benannt, das er enthält. Zur Zeit werden unterschieden:

  • Wasserlöscher,
  • Schaumlöscher,
  • Pulverlöscher,
  • Kohlendioxidlöscher.

Je nach dem Löschmittel unterscheiden wir drei Hauptlöschwirkungen:

  • Ersticken (Sauerstoff verdrängen),
  • Abkühlen (Zündtemperatur heruntersetzen)
  • und die antikatalytische Löschwirkung (chemischer Prozess).

Schauen Sie sich doch mal die Feuerlöscher in Ihrer Umgebung (Arbeitsplatz, in Fahrzeugen, öffentlichen Gebäuden, Wohnhäuser usw.) genauer an. Der Umgang mit dem Gerät sollte nicht erst beim Ernstfall geübt werden!

Die folgenden zwei Tabellen sollen Ihnen Aufschluss über die Brandklassen und Eignung der verschiedenen Feuerlöscher in Bezug auf die jeweiligen Brandklasse geben.

Brand-
klassen
Pulverlöscher mit
Glutbrandpulver
nein nein
Pulverlöscher mit
Metallbrandpulver
nein nein nein nein
Schaumlöscher nein nein nein
Wasserlöscher nein nein nein nein
Kohlendioxid-
Löscher ( CO2)
nein nein nein nein
Fettbrand-
löscher
nein nein

Brandklasse A: Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen z.B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle Autoreifen

Brandklasse B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen z.B. Benzin, Benzol, Öle, Fette, Lacke, Teer, Äther, Alkohol, Stearin, Paraffin

Brandklasse C: Brände von Gasen z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Erdgas, Stadtgas

Brandklasse D: Brände von Metallen z.B. Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium und deren Legierungen

Brandklasse F: Speiseöle und -fette (pflanzlich oder tierisch)

Beim Einsatz von Feuerlöschern gibt es einige Grundregeln, die man beachten sollte. Wichtig ist, dass Ruhe und Übersicht gewahrt und die Feuerwehr gerufen wird.
Notruf: 112

Wer einen Feuerlöscher (Aufladelöscher) einsetzt, muss ihn vorher entsichern und auslösen. Danach dauert es etwa fünf Sekunden bis sich der Druck im Löschmittelbehälter aufgebaut hat. Deshalb erst nach dieser kurzen Pause die Löschpistole öffnen. Bitte weiterhin ausreichenden Abstand vom Feuer halten, da die Wurfweite vom Pulver bis zu sechs Metern beträgt und erst bei diesem Abstand sich die volle Wirkung der Pulverwolke entfaltet. Zu beachten ist, dass die Funktionsdauer von Pulverlöschern abhängig von der Größe beim 6kg-Löscher 10-14 Sekunden und beim 12kg-Löscher 14-20 Sekunden betragen.

Dauerdrucklöscher: Da dieser ständig unter Druck steht, kann nach dem entsichern die Löschpistole sofort betätigt werden.

 

So wird der Feuerlöscher richtig eingesetzt

Das Feuer mit dem Wind angreifen und von unten in die Glut und nicht in die Flammen einbringen. Immer Abstand halten, damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt. Unbedingt stoßweise löschen.

Flächenbrände von vorne und von unten beginnend die Löschmittelwolke über das Brandobjekt legen. Nur soviel Löschmittel einsetzen, wie zur erfolgreichen Ablöschung erforderlich ist. Löschmittelreserve für eventuelle Rückzündungen bereithalten.

Bei Tropf- oder Fließbränden von oben (Austrittstelle) nach unten (brennende Lache) bekämpfen.

Bei größeren Entstehungsbränden mit mehreren Personen und Feuerlöschern gleichzeitig den Löschangriff beginnen, niemals mit einem einzelnem Feuerlöscher angreifen.

Die Brandstelle nicht eher verlassen, bis eine Rückzündung ausgeschlossen werden kann.

Benutzte Feuerlöscher niemals wieder an den Bereitstellungsort bringen, sondern sofort durch einen Kundendienst überprüfen und füllen lassen.

 

Hinweise für Feuerlöscher

Hinweis auf einen Feuerlöscher Weist den Weg zum nächsten Feuerlöscher